Arbeitsmarkt im September

Jeden Monat veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit ihren Newsletter zur Statistik und Arbeitsmarktberichterstattung. Auf wenigen Seiten wird kurz und knapp beschrieben, was sich tut am Arbeitsmarkt, welche Entwicklungen stattfanden, welche Ursachen dafür verantwortlich waren und welche Prognosen daraus resultieren. Und was neu erscheint und abgerufen werden kann.

Zugrunde liegen die Daten und Zahlen des Vormonats, also für den Septemberbericht die Zahlen aus August. Danach haben sich bundesweit die Arbeitslosenzahlen gegenüber den Vormonaten verringert und das ist ganz untypisch für die Sommermonate. Als Ursache wird die Öffnung der Arbeitsmärkte nach der Pandemie angenommen.

Klammert man die etwas kompliziertere Berechnung bei den Kurzarbeiterzahlen einmal aus, ist zu verzeichnen, dass die Arbeitskräftenachfrage das Wachstum seit dem Frühjahr fortsetzt, allerdings mit abnehmender Tendenz.

Das bedeutet in jedem Fall, dass Wiedereinsteigende alle Möglichkeiten bezüglich der Stellenrecherche und Sichtung des Arbeitsmarkts nutzen sollten.

Der Arbeitsmarkt für Akademikerinnen/Akademiker findet dabei zusätzlich besondere Beachtung. Hier wird nun auch im Internet nach Berufsgruppen systematisiert und veröffentlicht.

Der September-Newsletter berichtet auch über den Modellversuch zur Klassifizierung von befristeten und unbefristeten Arbeitsstellen. Das ist ein Thema, das auch viele Wiedereinsteigende umtreibt und mehr als einmal die Frage aufwirft, ob sie lieber in eine interessante, aber befristete Arbeitsstelle einsteigen oder lieber die unbefristete, aber langweiligere Stelle nehmen sollen. Das sind Entscheidungen, die gut überlegt sein wollen.

Der Integrationsrate von Migranten wird ebenfalls Aufmerksamkeit gewidmet und für das Jahr 2020 liegt nun die interaktive Visualisierung „Integrationsprofile Arbeitsmarkt“ vor.

Es ist zwar richtig, dass davon noch kein Arbeitsplatz entsteht und vermittelt ist, andererseits zeigt es Möglichkeiten und Chancen auf, motiviert ggf. die eine oder den anderen aktiv zu werden, etwas für die eigene Integration am ersten Arbeitsmarkt zu tun.

Die Arbeitsmarktstatistik für Augsburg veröffentlicht jeden Monat einen Überblick über die Situation in und um Augsburg und ergänzt die bundesweiten Zahlen, Profile und Tendenzen.

Was bleibt ist die individuelle Suche und Bewerbung. Die Abstimmung des eigenen Profils und die Erstellung einer aussagefähigen Bewerbungsmappe, die sich von anderen abhebt und Lust macht bei passendem Profil, sich mit der Bewerberin, dem Bewerber näher zu beschäftigen.