Der Herbst kommt, Veränderungen lieben lernen

Am Wochenende konnte ich meinen Augen gar nicht trauen. Nicht nur der schon bekannte obligatorische Sturzregen fiel vom Himmel herab, sondern mit dem Gewittergrollen fielen Graupel und Eiskristalle, die auch noch liegen blieben und dampfend erst einmal alles weiß überdeckten.

Der Herbst kommt! Oh nein, ich bin doch gerade erst im Sommer angekommen, habe meinen Urlaub genossen und mich eingerichtet. Der Herbst kommt! Das hört sich wie eine Drohung an und ist doch auch als Veränderung eine Chance, die es wahrzunehmen gilt.

Was stört uns eigentlich an der Veränderung? Sie bedeutet, dass etwas, was wir entweder wertgeschätzt oder ungerne hatten, zu Ende geht. Es bedeutet auch, dass ein Neuanfang vor uns liegt, Ungewissheit, Neugierde auf Neues, Frohsein, etwas hinter uns zu lassen oder Verlustängste.

Wer hindert uns, mit alten Ritualen zu brechen und neue Herausforderungen anzunehmen? Unsere Bequemlichkeit, die Angst vor Neuem oder Ungewissen? Machen Veränderungen unser Leben nicht bunter, abwechslungsreicher und schärfen unseren Blick auf Lösungen, bei denen unsere Erfahrungen miteingebracht werden können?

In unserem Workshop: „Veränderungen lieben lernen“, betrachten die Teilnehmenden ihre eigenen Denkmuster und eingefahrenen Wege. Verschiedene Methoden zeigen ihnen auf, wie sie ihre manifestierten Glaubenssätze hinterfragen und verändern können und das, ohne Angst vor der Veränderung zu haben.  

Denken Sie einmal daran, wie viel Spaß es macht, den eigenen Typ und Stil zu verändern, wie wohl wir uns danach fühlen, mit wie viel Selbstvertrauen und einem gesteigertem Selbstwert wir danach auftreten können. Negative Aspekte prallen an uns ab, können uns nichts anhaben.

Bezogen auf den Herbst bedeutet das, die Zeit der schulterfreien Kleidung und kurzen Hosen geht gerade zu Ende: Zeit sich auf die andere Jahreszeit zu freuen, frische, klare Luft, Joggen ohne Schwitzen, am Wochenende länger im Bett bleiben, weil es später hell wird, gemütlich auf dem Sofa ein Buch lesen, wenn es draußen stürmt und zwischendurch die sonnigen Tage bewusst zu erleben und zu genießen mit dem Wissen, dass diese gezählt sind, doch wiederkommen.

Das hat doch etwas Beruhigendes. Und wir gewöhnen uns wieder an lange Strümpfe, kuschelige Jacken, an den Schirm in der Tasche (oder sind mittlerweile froh, dass dieses neue Ritual uns in Fleisch und Blut bereits übergegangen ist) und finden unseren Rhythmus trotz aller Widrigkeiten.

Genießen Sie den Herbst! Verändern Sie Ihre Sichtweisen! Es spricht viel für den Herbst, auch wenn er polternd Einzug hält. Veränderungen bergen immer eine Chance, machen Sie diese kenntlich und nutzen Sie diese für sich.