Digitalisierung und ich

Digitalisierung ein Begriff, über den wir ständig fallen. Auch seit der Digitalisierungsstrategie des Landes Bayern.

Mit der Hightech Agenda Plus stellt die Bayerische Staatsregierung zusätzlich viel Geld für die Technologieoffensive in den Jahren 2021 und 2022 zur Verfügung. Dabei stehen IT-Sicherheit, digitale Markterschließung, Entwicklung neuer technologischer Produkte und Verfahren, auch mit neuen Technologien im Fokus beim Fitmachen kleiner und mittlerer Unternehmen.

Digitalisierung ist Thema für Unternehmen und jede Einzelne von uns. Im Zeitalter von Smartphone, Tablet, QR-Code, Anmelde- und Nutzungsportalen sind wir beruflich und privat angesprochen. Wissen, auch über Anwendungsmöglichkeiten hilft Konsequenzen abzuwägen.

Im Gabler Wirtschaftslexikon steht als Definition für Digitalisierung: Der Begriff der Digitalisierung hat mehrere Bedeutungen. Er kann die digitale Umwandlung und Darstellung bzw. Durchführung von Information und Kommunikation oder die digitale Modifikation von Instrumenten, Geräten und Fahrzeugen ebenso meinen wie die digitale Revolution, die auch als dritte Revolution bekannt ist, bzw. die digitale Wende. Im letzteren Kontext werden nicht zuletzt "Informationszeitalter" und "Computerisierung" genannt.

Das hört sich sehr komplex an. Habe ich damit zu tun? Digitalisierung ist schon lange nichts mehr nur für Technikfreaks. Ein einfaches Beispiel zeigt, wie schnell die Entwicklung auf diesem Markt bereits war. Musik erst auf Schallplatte, Kassette, CD und jetzt hören wir sie über Computer und Smartphone, lassen den Roboter unsere Semmelbrösel vom Boden saugen oder einen Roboter den Rasen mähen. Auch das beliebte Online-Shoppen gehört in diesen Bereich.

Wie bei jeder Entwicklung sind Chancen und Erleichterungen, aber auch Herausforderungen mit der Nutzung verbunden. Letztere sollten nicht dem Zufall überlassen sein. Bereits 2016 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eine Publikation Digitalisierung und du herausgegeben.

Frau und Digitalisierung wird oft als Widerspruch angesehen, nicht nur von den anderen, sondern auch von uns selbst. Das muss nicht sein. Die Aufgaben und Rollen, die Frau erfüllt, sind bereits im normalen Leben vielfältiger als beim Mann. Zeigen wir unsere Vielfältigkeit auch bei dieser Thematik.

Was steht in der digitalen Patientenakte, was passiert, wenn ich mit dem Handy bezahle, welche digitalisierten Vereinfachungen kann ich in meinem Haushalt nutzen, wie kann ich mit Freunden und Familie kommunizieren, welche Regeln soll es dazu geben? Ein Video drehen, kann jeder. Das Schneiden des Videos für die schönste Erinnerung im Jahr, den Urlaub fällt dagegen schwerer. Als Mutter will ich nicht von meinen Kindern abgehängt und womöglich einmal ausgetrickst werden. Welche Mediennutzung ist mit meinen Wertvorstellungen vereinbar? Welche Datenspuren hinterlasse ich beim Suchen nach dem ultimativen Geburtstagsgeschenk für meine Lieben im Netz und was bedeutet das letztendlich?

„Die Digitalisierung ist für Frauen so etwas, wie es die Pille in den Sechziger Jahren war: Sie eröffnet alle möglichen Freiheiten“, diese Einschätzung wird Sylvia Coutinho, brasilianische Chefin der Großbank UBS zugeschrieben.

Nutzen wir diese Freiheiten nicht blauäugig, sondern machen wir uns fit bei IT-Sicherheit, sicherer Kommunikation, vernetztem Arbeiten, Digital Fluency.

Teilnehmende bei Perspektive Wiedereinstieg nutzen die Möglichkeiten.