Equal Pay Day

Jammern wir auf hohem Niveau, wenn wir Frauen erst den internationalen Frauentag begehen und dann nicht einmal vierzehn Tage später unsere Stimme zum Equal Pay Gap erheben?

21 Prozent beträgt die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen derzeit und besagt, dass wir Frauen rein rechnerisch bis zum 17.03. ohne Bezahlung gearbeitet haben. Schon aus diesem Grund sollte uns das Thema nicht loslassen und nur wenn wir darüber reden und Anpassungen einfordern, werden wir langfristig etwas verändern.

Die Analysten interessiert an dieser Stelle, was das über unsere Gesellschaft aussagt, wenn Frauen und Männer in sonst gleichen Positionen am Arbeitsmarkt so unterschiedlich verdienen können.

Liegt es wirklich nur daran, dass wir weniger qualifizierte Positionen am Arbeitsmarkt einnehmen und eher in Teilzeitstellen nach der Familienpause zurückgehen? Wäre das so, wenn die Kinderbetreuung oder Pflege paritätisch besetzt wären? Fragestellungen, die nicht von heute auf morgen gelöst werden.

Genauso wichtig ist es zu wissen, was die eigene Arbeit wert ist, das Thema Frauenquote ergebnisoffen zu diskutieren, ohne Häme und Vorurteile, wenn wir an der Situation mittel- und langfristig etwas ändern wollen.

Das Thema Verdienst ist in unserer Gesellschaft ein Tabuthema, auch wenn die Angeberwerbung etwas anderes behauptet und das, obschon seit dem 06.01.18 das Entgelttransparenzgesetz gilt. Danach besteht ein individueller Auskunftsanspruch über die Kriterien und Verfahren der Entgeltfindung und Höhe der Gehälter, allerdings erst in Unternehmen mit einer Beschäftigtenanzahl von 200 Mitarbeitern. Nicht minder wichtig ist es einen Überblick zu absoluten Zahlen und Höhen zu erhalten, damit sich Frau bei der Verhandlung des Gehalts verorten kann. Anhaltspunkte liefern verschiedene Systematiken wie z.B. Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Gehaltsvergleich oder Lohnvergleich, auch der Wiedereinstiegsrechner des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) oder Sie schauen sich die Hinweise auf unseren Blogs einmal an, das Thema ist noch nicht ausdiskutiert und wird uns sicher noch das eine oder andere Mal auch kontrovers beschäftigen.