Im Mittelpunkt: Ich

Kennen Sie das Gefühl, sich zwischen dem perfekten und dem etwas verunglückten oder für das letzte Törtchen auf der Kuchenplatte entscheiden zu müssen, wenn alle Augen auf Sie gerichtet sind und weitere Anwärter*Innen Lust darauf haben?

Fühlen Sie gleich das schlechte Gewissen und versuchen Sie sich zu rechtfertigen, warum Sie das perfekte bzw. das letzte Törtchen wollen, weil Sie fürchten, dass alle anderen Sie gleich anschauen werden und Ihre Entscheidung kommentieren?

Legen Sie dieses Gefühl ab!

Auch wenn Sie kurzfristig im Mittelpunkt stehen, hat das nichts mit Ihrem Verhalten zu tun, sondern mit der Aufmerksamkeit, die Ihnen andere schenken. Es hat auch nichts mit Ihrer Selbstdarstellung und dem Wunsch, alle Aufmerksamkeit auf sich zu lenken zu tun.

Die eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu kennen und danach zu handeln, bedeutet eine gesunde Einstellung zu Körper und Geist zu haben. Wenn wir nicht auf sie hören, zeigen sie uns, dass etwas fehlt und wir uns dadurch unwohl fühlen. Neben den Grundbedürfnissen, essen, trinken, schlafen gibt es viele weitere kurz-, mittel- oder langfristige Bedürfnisse und Wünsche, die eine Veränderung zur Konsequenz haben sollten. Zufrieden werden wir nur, wenn wir mit ihnen klar sind, uns damit auseinandersetzen und diese ggf. zu erfüllen versuchen.

Wenn Bedürfnisse das eigene Denken, Fühlen und Handeln steuern, lohnt ein Blick, ob mit dem eigenen Handeln die Bedürfnisse von anderen oder die eigenen erfüllt werden sollen.

Anerkennung im Beruf, aber auch als Familienkoordinatorin, Zufriedenheit, gute Beziehungen in allen Bereichen gehören ebenfalls dazu.

Was wollen Sie selbst? Was ist Ihnen wichtig? Was machen Sie ohne nachzudenken, weil es immer schon so ist, weil es anscheinend zu Ihren Aufgaben gehört? Die Kinder zum Sport fahren, die gesamte Wäsche der Familie bügeln, auf Sonderwünsche des Chefs reagieren; Gewohnheiten, die routiniert ablaufen und auch ein Gefühl der Sicherheit vermitteln, doch mit Bedürfnissen und Wünschen nicht im Einklang sind?

Spüren Sie in sich hinein! Was ist durch Routinen überdeckt und führt zu Frust und Unzufriedenheit? Wie sieht es dahinter aus? Handeln Sie aus einem eigenen Bedürfnis heraus oder weil es andere von Ihnen erwarten? Haben Sie sich bewusst dafür entschieden und tun Sie sich damit etwas Gutes?

Achten Sie auf die Zeichen, wenn Sie gut gelaunt aufstehen und durch den Tag gehen, dann sind Ihre Bedürfnisse im Wesentlichen erfüllt, bei Unzufriedenheit deutet viel darauf hin, dass es nicht so ist.

Dann gehen Sie den Gründen auf den Grund, schließlich zeigen Ihre Reaktionen bereits, dass Ihre Bedürfnisse nicht erfüllt sind, wenn Sie gereizt, verärgert, traurig oder genervt reagieren. Achtsam werden für sich und die eigenen Gefühle. Sie weisen den Weg!

Keine Angst vor Veränderungen haben, mutig Herausforderungen annehmen und sich davon lösen, was andere von Ihnen denken.

Dann können Sie auch gelassen und zufrieden das perfekte oder letzte Törtchen auf der Kuchenplatte nehmen und genießen.