Vergissmeinnicht-Tag

Heute passt es gut, an den Vergissmeinnicht-Tag zu erinnern. Schließlich haben wir Bilanz zu ziehen in einem erfolgreichen Projekt! Auch wenn die Ursprünge ganz andere waren. Eins nach dem anderen.

Heute passt es gut, an den Vergissmeinnicht-Tag zu erinnern. Schließlich haben wir Bilanz zu ziehen in einem erfolgreichen Projekt! Auch wenn die Ursprünge ganz andere waren. Eins nach dem anderen.

Der Vergissmeinnicht-Tag geht auf den US-amerikanischen Richter Robert S. Marx zurück, der sich als Kriegsveteran des ersten Weltkriegs für eine Erinnerungskultur und Unterstützung von anderen Kriegsveteranen einsetzte. Mit Hilfe der Initiative des National Days Forget me not wurde für sie durch den Verkauf der Vergissmeinnicht-Pflanzen Spenden gesammelt.

Das Vergissmeinnicht gilt als Symbol für die liebende Erinnerung und ist robust genug, um auch in stürmischen und rauen Zeiten zu überleben. Deshalb im übertragenen Sinn sicher eine gute Gelegenheit sich nicht nur der Verstorbenen zu erinnern, für die wir in unserem Kulturkreis weitere wichtige Gedenktage haben, sondern auch eine perfekte Gelegenheit, sich einmal bei Menschen zu melden, mit denen wir länger nicht in Kontakt standen oder die wir-wie wir im Projekt Perspektive Wiedereinstieg- ein Stück ihres Weges begleiten durften.

Schade, dass es diese Möglichkeiten für neuerlichen Austausch und Anknüpfung an gesammelten Erfahrungen für unser auslaufendes Projekt Perspektive Wiedereinstieg nicht gibt. Gesprächsthemen gäbe es genug.

Lassen wir an dieser Stelle einmal die Zahlen sprechen.

Begonnen haben wir am 01.03.2009. Seitdem gab es drei Programmphasen, in denen die Unterstützungsklientel bezüglich ihrer Teilnahmevoraussetzungen an die realen Lebensbedingungen angepasst wurde und wir viele Bausteine in Beratungs- und Coachingprozessen oder im virtuellen Umgang erproben und verstetigen konnten.

Dass Sie liebe Unterstützungs-, Informations- und Beratungskunden*innen, länger oder kürzer Teil der bundesweiten PWE-Familie wurden, dafür sagen wir Dank.

Während der Laufzeit haben wir gut 3300 Personen, überwiegend Frauen informiert und beraten und gut 1400 in längeren Coaching-Prozessen begleitet. Vielen Dank, dass Sie uns Ihr Vertrauen geschenkt haben. Auch wir haben viel gelernt, mit Ihnen gelacht und bei ausstehender Einstellungszusage mit Ihnen mitgefiebert.

Manchmal war die Rückkehr an den Arbeitsmarkt holpriger als angenommen, weil das eigene Profil gerade nicht gesucht wurde, weil die Qualifikation nicht mehr gepasst hat, weil Flexibilität und Mobilität eine größere Rolle spielte als angenommen. Danke für Ihr Durchhaltevermögen und Ihre Motivation auch einmal unkonventionelle Wege mitzugehen und das Ich in den Vordergrund zu stellen.

Sie sind gewachsen an den Herausforderungen, die sich Ihnen stellten und haben Unterstützung da angenommen, wo sie gebraucht wurde. Mehr als die Hälfte der Frauen schaffte den Wiedereinstieg während der eigenen sechsmonatigen Projektlaufzeit und einem Großteil von Ihnen gelang der Sprung an den Arbeitsmarkt bis in die Nachbetreuungszeit des Projektes.

Seien Sie stolz auf das, was Sie geleistet haben und immer noch leisten. Wir sind es auch und freuen uns nach wie vor über die Rückmeldungen, die wir von Ihnen erhalten. Danke dafür, es zeigt uns, dass unsere Arbeit auf fruchtbaren Boden gefallen ist und Blüten trägt.

Schade, dass wir uns nicht noch einmal sehen können. Gerne rufen wir Ihnen zu: Vergessen Sie uns nicht! Wir werden es auch nicht tun.

Ausschnitte der Abschlussveranstaltung zu PWE finden Sie hier.