Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr

Diese Redensart kann gar nicht mehr richtig sein! Unsere Umgebung entwickelt sich rasant und erfordert ein ständiges Weiterlernen in schnelllebigen Zeiten. Wir haben gar keine Chance, uns dem zu entziehen. Notwendige Weiterbildung soll uns dabei nicht in Angst und Schrecken versetzen. Das kann beim Hinweis auf den Wegfall von Arbeitsplätzen durch Digitalisierung schon mal der Fall sein und wir brauchen Mutmacher, um uns auf den Weg zu machen.

 

„Das Substituierbarkeitspotenzial gibt an, in welchem Ausmaß Berufe gegenwärtig potenziell durch den Einsatz von Computern oder computergesteuerten Maschinen ersetzbar sind. Es entspricht dem Anteil an wesentlichen Tätigkeiten in einem Beruf, die schon heute durch den Einsatz moderner Technologien übernommen werden könnten“, formuliert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Trotzdem wird uns die Arbeit nicht ausgehen, sie wird sich verändern, Tätigkeiten fallen weg, andere kommen dazu. Damit aus dem technologischen Wandel sozialer Fortschritt entstehen kann, wie es Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales formuliert, ist seit Jahresbeginn das Qualifizierungschancengesetz in Kraft. Die IAB-Arbeitsmarktforscher sind sich sicher, dass alle, die sich weiterbilden, Ihre Arbeitsfähigkeit erhalten und weiterentwickeln werden, auch wenn es eine Umstellung erfordert, schließlich lernen wir mit 40 Jahren anders als mit 15 Jahren. Übersicht auf das, was angeboten wird, Zugang zum Angebot, flexible zeit- und ortsungebundene Kurse, finanzielle Unterstützung und vergleichbare, anerkannte Zertifikate sind notwendig, um potenzielle Nutzungen zu vereinfachen und attraktiv zu machen. Da gibt es sicher noch einiges zu tun. Ansprechpartner für den ersten Schritt ist die Bundesagentur für Arbeit

„Was Hänschen nicht lernt, lernt eben Hans“, denn „für jede erwerbstätige Person bedeutet Weiterbildung den Erhalt und die Weiterentwicklung der eigenen Beschäftigungsfähigkeit“, dürfen wir zum Schluss den IAB-Arbeitsmarktforscher Thomas Kruppe zitieren.