Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät?

„Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät,“ singt ...

... der Chor für Paulchen Panther. Und ja, es ist soweit! Wir schließen unsere Tore und bedanken uns bei unseren Teilnehmenden, den Kooperationspartnerinnen und -partnern, beim Träger BBZ Augsburg für die Möglichkeit, innovative Ansätze während der fast 13jährigen Laufzeit ausprobieren zu können.

Das Projekt Perspektive Wiedereinstieg wurde ausgelobt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit, um auf den demografischen Wandel zu reagieren und die Fachkräftesicherung zu unterstützen. Gestemmt wurde der finanzielle Rahmen durch den Europäischen Sozialfonds, der dadurch kreative und kooperative Begleitung von Teilnehmenden beim Wiedereinstieg ermöglicht und einen Beitrag zur Reduzierung von Altersarmut bei Frauen leisten konnte. In Augsburg begann das Team Perspektive Wiedereinstieg zeitgleich mit seiner Beratung, Begleitung und dem Coaching von Frauen und Männern, die nach der Familienpause bzw. Pflegephase zurück an den Arbeitsmarkt gehen wollten.

Waren in der ersten Programmphase noch drei Jahre Familienpause notwendig, um am Projekt teilnehmen zu können, veränderte sich dieser Parameter rasch, zuletzt war Zugangsvoraussetzung, dass Frau oder Mann mindestens 1 Jahr bei der Familie zu Hause blieb bzw. sechs Monate gepflegt hatte.

Gegründet wurde in dieser Zeit unter Federführung des Projekts ein lokaler Beirat Familienfreundliche Wirtschaftsregion, wir boten das Ferienprogramm Ferien im Viertel an und berieten in der Beratungsstelle für Kinderbetreuung in der Arbeitsagentur in Augsburg.

Im Rahmen unserer Tätigkeiten haben wir gut 3300 Frauen und Männer zum Thema Vereinbarkeit Familie und Beruf beraten. Zusätzlich wurden 1351 Frauen als Teilnehmende im Rahmen des Projektes Perspektive Wiedereinstieg gefördert, begleitet und gecoached.

Im Durchschnitt fanden mehr als 60 Prozent nach Abschluss ihrer Projektteilnahme einen Arbeitsplatz und gut 50 Prozent der Teilnehmenden hatten an einer Qualifizierung oder Weiterbildung teilgenommen. Mehr als Dreiviertel der Teilnehmenden konnte für den Arbeitsmarkt aktiviert werden. Fast 50 Prozent unserer Frauen haben einen Migrationshintergrund und knapp ein Viertel ist alleinerziehend.

Auch wenn die berufliche Integration am Arbeitsmarkt im Vordergrund stand, so kümmerten wir uns mit unseren Teilnehmenden um alle Herausforderungen, die diese mitbrachten und die ihnen wichtig waren und trugen die Thematik in Politik und Wirtschaft.

Danke liebe Teilnehmende, dass Sie Teil der PWE-Familie vor Ort waren. Danke an das großartige Team im Vorder- und im Hintergrund, das PWE Augsburg getragen hat und sich immer engagiert für die Belange unserer Teilnehmenden einsetzte. Danke an alle PWE@online Standorte, die mit ihrem hervorragenden Angebot unser eigenes erfolgreich und sinnstiftend unterstützt haben und an alle Kolleginnen und Kollegen der bundesweiten Standorte für ihre kollegiale Beratung. Danke an alle unsere Kooperationspartnerinnen und -partner, die das wichtige Thema erkannt und Lösungsmöglichkeiten forciert haben. Danke an die Ansprechpartnerinnen und -partner bei SPI, den Jobcentern, im Familienministerium und den Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, die unsere Anliegen mitgetragen und uns im operativen Geschäft mit Rat und Tat unterstützten.

Sie waren alle großartig und nur so konnte der Erfolg in der Region erzielt werden.

Wir sind dann einmal weg und wirken nach.

Frohe Weihnachten und einen guten Start in das Jahr 2022 wünscht Ihnen das Team von PWE Augsburg.