Ich arbeite, also verdiene ich … weniger!

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. So heißt es, so sollte es sein. Theoretisch dürfte es keine Unterschiede im Verdienst zwischen den Geschlechtern geben. Doch wir alle wissen, dass dies noch zu oft reine Theorie und keine Realität ist.

 

Der jährlich stattfindende Equal Pay Day symbolisiert die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Bis zu diesem Kalendertag (im nächsten Jahr am 17.03.2020), arbeiten in Deutschland Frauen bei angenommen gleichem Stundenlohn rechnerisch ohne Entgelt, während Männer bereits ab dem 01. Januar bezahlt werden. Diese 77 Tage Gender Pay Gap oder 21 Prozent  weniger Gehalt, bedeuten im internationalen Vergleich die Rote Laterne, welche wir gemeinsam mit Estland und der Tschechischen Republik schwingen. Für eine führende Industrienation und westliche Demokratie ein beschämendes Armutszeugnis.

Ist die Arbeit von Frauen in unserem Land tatsächlich weniger wert, als die männliche Arbeitsleistung? Sind Frauen weniger gebildet oder nicht im gleichen Maße qualifiziert? Das darf keine Erklärung sein! Doch je höher die Position im Unternehmen und der formale Bildungsabschluss sind, desto weiter klafft die Schere im Verdienst – bis zu 70 Prozent auf der oberen Managementebene. Meist sind dafür Vorurteile verantwortlich – die gängigsten haben wir hier zusammengestellt:

 

1. Chauvinismus is still alive!

… lang leben die Klischees. Leider wird die tatsächliche Arbeitsleistung von Frauen von vielen konservativ denkenden Personalern und Personalverantwortlichen noch immer als „minderwertig“ angesehen. Selbst im Jahr 2019 gelten Frauen viel zu oft als ungebildet, wenig belastbar, unflexibel und nicht durchsetzungsstark. Einfach nicht geeignet, um Verantwortung zu tragen und erfolgreich ein Team oder Unternehmen zu leiten.

 

2. „Wenn ich groß bin, werde ich Prinzessin“

Ja, auch hier kommen wieder Klischees … allerdings mit einem teilweise wahren Kern. Frauen entscheiden sich noch immer überproportional oft für typisch weibliche Berufe und Branchen, in welchen die Verdienstmöglichkeiten geringer sind. Verglichen mit männlichen Kollegen, schneiden sie aber auch als Erzieherin, Arzthelferin oder Verkäuferin häufig schlechter beim Gehalt ab – für die gleiche Tätigkeit.

 

3. Die Karriere ist mein liebstes Kind!

Familie oder Job? Karriere machen oder Kinder erziehen. Entweder – Oder. Männer stehen naturgemäß eher selten im Konflikt, sich für einen Weg entscheiden zu müssen. Halbe Sachen gehen nicht. Sich um die Familie und den Haushalt zu kümmern (was noch immer meist Frauensache ist) kostet Zeit und Energie. Diese fehlt dann logischerweise für die eigene Karriere.

 

Stereotype oder antiquierte Rollenbilder aufzulösen ist nicht einfach und entzieht sich in der Regel des eigenen Einflusses. Doch was können wir selbst ändern um vielleicht das zu verdienen was wir verdienen?

Fangen wir einfach damit an, keine falsche Bescheidenheit an den Tag zu legen. In Gehaltsverhandlungen sind wir häufig zögerlich, zu passiv oder zu bescheiden. Es fällt uns zu schwer, auf das zu bestehen was uns einfach zusteht. Das lässt sich ändern – mit etwas mehr Mut und den richtigen Argumenten.

Das richtige Rüstzeug bekommen Sie in unseren kostenlosen Themenvormittagen an die Hand, damit Sie bei Ihren künftigen Gehaltsverhandlungen bestens präpariert sind. Interesse? Dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf.